Kredit mit Schufa Kredit ohne Schufa

Die Kosten eines Kredits

Der Preis für geliehenes Geld ist der Zins, der in einem vereinbarten Prozentsatz auf die geliehene Summe ermittelt wird. Der für den Kreditnehmer interessante Zinssatz ist der Effektivzins, da dieser neben den reinen, nominalen, Zinsen auch andere Kreditkosten wie Bearbeitungsgebühren oder Kosten für eine Restschuldversicherung beinhaltet. Aber zusätzlich zum Effektivzins können noch weitere Kosten anfallen. Ein Vergleich der Kreditkosten verschiedener Anbieter muss daher sämtliche mit der Kreditaufnahme verbundenen Kosten beinhalten, um aussagekräftig zu sein. Die Höhe des Zinssatzes richtet sich nach dem allgemeinen Kapitalmarkt, der Kreditlaufzeit, der Kredithöhe und dem mit der Kreditvergabe verbundenen Risiko für den Kreditgeber.

Provisionen fallen insbesondere dann an, wenn ein Kredit durch eine dritte Person wie Kreditvermittlungs- oder Versicherungsagenturen vermittelt wird. Diese Personen lassen sich ihre Leistungen in Form von Provisionen vergüten, deren Höhe sich auf einen festen Prozentsatz des Kreditvolumens belaufen und die vor der Auszahlung des Kredits von der Kreditsumme abgezogen werden oder separat zu entrichten sind.

Besonderes Augenmerk ist auf die Kreditnebenkosten zu legen. Darin sind unterschiedliche Kosten enthalten, die nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sind. Einer der großen Kostenfaktoren ist der Abschluss einer Restschuldversicherung, der von vielen Kreditgebern vorausgesetzt wird. Mit der Restschuldversicherung sichert sich der Kreditgeber gegen einen Kreditausfall bei Tod, Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit des Kreditnehmers ab. Aber auch für den Kreditnehmer oder dessen Erben stellt diese Versicherung eine besondere Sicherheit dar, da er im Versicherungsfall von der Rückzahlung des Kredits befreit wird. Banken, die den Abschluss einer Restschuldversicherung für eine Kreditvergabe voraussetzen, sind verpflichtet, die damit verbundenen Kosten in den Effektivzinssatz einzurechnen. Das geschieht aber nicht in jedem Fall, so dass darauf besonders zu achten ist.

Die Bearbeitungsgebühren der Bank, die als Pauschalbetrag oder ebenfalls als prozentualer Anteil der Kreditsumme berechnet werden, müssen in jedem Fall im Effektivzinssatz Berücksichtigung finden. Insbesondere Kredite über höhere Geldbeträge wie Immobilienfinanzierungen werden nicht immer zu hundert Prozent ausgezahlt, sondern enthalten ein Disagio als Differenz zwischen dem vereinbarten Kredit- und dem tatsächlichen Auszahlungsbetrag. In der Regel ist die Einräumung eines Disagios mit einem verringerten Nominalzins verbunden, so dass es sich um eine vorweggenommene Zinszahlung handelt, die in den effektiven Zinssatz einfließen muss.

Weitere Kosten, die in einem indirekten Zusammenhang mit der Kreditaufnahme stehen, fallen insbesondere bei Hypotheken- oder Grundschulddarlehen an. Die Eintragung dieser Sicherheiten ins Grundbuch ist mit Notarkosten und Gerichtsgebühren verbunden. Bereitstellungszinsen fallen darüber hinaus immer dann an, wenn die Bank das Darlehen bereits zur Verfügung gestellt hat, der Betrag aber noch nicht in voller Höhe in Anspruch genommen wurde. Die Bank lässt sich damit die Bindung des noch nicht in Anspruch genommenen Kapitals vergüten.

Die Verwaltung von allgemeinen Kreditsicherheiten, wie zum Beispiel Fahrzeugbriefen, kann ebenfalls zusätzliche Kosten verursachen, zumindest dann, wenn während der Kreditlaufzeit auf die Sicherheit zugegriffen werden muss.

Wird ein Kredit ganz oder teilweise vorzeitig zurückgezahlt, dann können Vorfälligkeitsentschädigungen anfallen, die zu zusätzlichen Kosten führen.